It's a long ''fucking'' way! (to Kirriemuir)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutsch / English

denn Sie wussten nicht was ihnen bevor stand
(eine wahre Geschichte erzählt und geschrieben von Christoph Maurer, mitgefühlt und online gestellt von Stefan Kornfeld).

Donnerstag, 7.7.2011, 04:00. Der Wecker sucht Streit. Heute findet er ihn aber nicht, weil heute ist Weihnachten. Und Ostern. Raus aus den Federn, Morgenprogramm, 04:30 holt mich Stefan K. ab. Ein Freund bringt uns zum Flughafen Wien. God bless the Web-CheckIn, so reicht es, erst eine Stunde vor Abflug dort zu sein. Interessant ist der Security Check. Ich fädle mich brav aus allem, was Metall beinhalten könnte (Uhr, Handy, Gürtel, …) und gehe durch den Scanner. Piiieeep! WTF? Der Typ mit dem Metalldetektor wird recht intim, findet aber nichts. Vielleicht hätte er den Kopf scannen sollen, da ist nämlich Schwermetall drin. Stefan hat mehr Pech, sein Gasfeuerzeug wird ausgeleert.
07:30, Berlin Tegel. Diese Pfosten von Gepäckträgern haben meinem Trolley ein Bein abgerissen. Ab da kann ich mir bei jedem Stopp, bei dem der Trolley umfällt, vom Stefan anhören: "Nau, steht er nimma?" Und auf dem Weg durch Berlins U-Bahnen fällt das Ding oft um. Eine echte Niederlage. Apropos Berliner U-Bahnen: Diese Konstruktion mit U1/U2/U12 ist echt eine Katastrophe.
Irgendwie schaffen wir es dann zum Alex, wie der Platz von den Einheimischen liebevoll genannt wird. Treffpunkt 14:00 Uhr vor'm Park Inn. Wo zum Henker ist da ein Park Inn? Da ist ein Springbrunnen, ein Bahnhof, ein Wolkenkratzer, aber nichts, was Park Inn heißt. Nagut, wir haben ja Zeit, mieten uns am Bahnhof  ein Schließfach für's Gepäck und schauen uns einmal um. Einmal rund um den Alexanderplatz und den Wolkenkratzer, kein Park Inn. Was soll das? Stefan rempelt mich an: "Schau einmal." "Wo?" Ich folge seinem Blick an die Spitze des Wolkenkratzers: "Park Inn" Na super! War eindeutig zu groß um es zu finden.
Wie auch immer, wir haben noch gut 5 Stunden Zeit in Berlin tot zu schlagen. Also ab ins Hard Rock Cafe am Ku-Damm, dort die Gitarren und den U2-Trabi bewundert. Leider nix von AC/DC. Und natürlich einen Legendary Burger gegessen. Ich einen ganzen, Stefan einen halben. Dann wieder zurück zum Alex, es wird langsam Zeit. Vor'm Park Inn warten auch schon die ersten. So, Herr Maurer, jetzt ist es soweit, 2010 in Geiselwind bist du noch in der Menge untergegangen, aber in den nächsten 5 Tagen wirst du wahrgenommen. Wie die wohl auf den Neuen reagieren? Die Bedenken erweisen sich als haltlos. Ich werde genauso herzlich begrüßt wie Stefan, habe fast das Gefühl, schon immer dabei gewesen zu sein.
Wir warten also vor dem Park Inn auf den Bus. Immer mehr Fans trudeln ein, es wird 14 Uhr, es wird 14 Uhr 5, alle da, kein Bus. Edgar zückt das Handy, der Bus wartet woanders, aber immerhin am Alexanderplatz. Einfachste Lösung: Wir pilgern zum Bus. Nach den ganzen Diskussionen mit dem Reisebüro im Vorfeld passt das eigentlich ganz gut ins Gesamtbild. Mit den ersten 30 Minuten Verspätung geht es los, und es sollen nicht die letzten bleiben. Busfahrer Ali kämpft sich tapfer durch den berliner Stadtverkehr, scheitert aber schon bald an seinen Navis und einem Notarztwagen. Kein Problem, wir haben ortskundige Berliner an Bord, mit deren Hilfe wird alles wieder gut, und irgendwann sind wir nach einer netten Fahrt über den Kurfürstendamm ("Schau, Stefan, das Hardrock Cafe, das kennen wir schon!") auf der Autobahn Richtung Westen. Auf zwei Rasthöfen (einer davon ist Börde, den Namen des anderen hab ich nicht mitbekommen) klauben wir noch ein paar Fans und Tramper auf, ab geht es Richtung Köln.
Die Stimmung an Bord ist gut, ein AC/DC Album (selbstverständlich aus der Bon-Scott-Ära) nach dem anderen tönt aus den leider viel zu schlechten Lautsprechern. Ist das schön, einmal nicht der einzige zu sein, der den Text von Big Balls kennt! Der Bus selbst ist allerdings so ziemlich das letzte, was das Reisebüro auftreiben konnte. Nix mit Luxus-Bus wie ihn Edgar und Hubert auf der Homepage gesehen haben, nein, ein alter Bus, den mehr die gute Hoffnung zusammenhält. Der Klodeckel (ich meine jetzt nicht den Deckel der Klomuschel, sondern den vom ganzen Klo - man muss es zusperren, damit das Licht angeht) lässt sich runter husten. Ich bin mir sicher, dass den jeder von uns mindestens einmal runter geschmissen hat. Die Sitze lassen sich zwar nach hinten klappen, man verzichtet aber drauf, weil man weiß, was man dem Kameraden hinter sich antun würde. Dass irgendwann der Keilriemen reißt, hat irgendwie niemanden so richtig überrascht. Busfahrer Ali telefoniert, es wird entschieden, dass er weiterfahren soll, ein paar Stunden geht das auch ohne Keilriemen, allerdings auf Sparflamme, ohne unnötige Stromverbraucher. Schade, die Klimaanlage war irgendwie das einzige, was wirklich gut funktioniert hat. Im Bus wird es jetzt entsprechend heiß. Anweisung vom Busfahrer: "Schau einmal, ob die Klappe aufgeht." Wir schauen, ob die Klappe aufgeht, sie geht auf. Nur zu geht sie freiwillig nicht mehr, sie ist schließlich eine Notausstiegsluke. Drei Mann stehen also mit dem Lukendeckel in der Hand im Mittelgang, bis Ali schließlich einen Parkplatz findet, wo wir unter viel Gefluche wieder dicht machen können. Wenigstens ist die Luft dadurch besser geworden.
Mit schon schlechterer Stimmung geht es weiter zu einer MAN Werkstatt irgendwo im Ruhrpott. Der Bus bekommt einen neuen Keilriemen, was auch wieder eine Weile dauert. Auch der Fahrer wird gewechselt, und zwar gegen seinen Bruder und den Chef, Mr. Andreas Conehead. Über Conehead möchte ich laut und deutlich schweigen, ich denke, das ist das Beste für alle. Wenigstens hat er eine Frisur wie Chris Slade, aber damit hat es sich auch schon. Sobald der Bus repariert ist, geht es weiter und mit 2,5 Stunden Verspätung halten wir endlich eine halbe Stunde nach Mitternacht in Köln vor dem Bahnhof. Dahinter ragt beeindruckend der Dom in den Himmel. Gleiche Generation wie unser Wiener Steffl, nur mit 2 kompletten Türmen. Es wiederholt sich das gleiche Spiel wie schon in Berlin: Die Fans sind hier, der Bus woanders. Wieder pilgern die Fans zum Bus und werden dort herzlich und lautstark begrüßt. Das hier ist wirklich eine große Familie. Gepäck in den Laderaum, Fans in den Bus, weiter geht es in die Nacht Richtung Westen. Die Stimmung im Bus ist wieder besser, mit der Zeit wird es aber ruhiger. Nur Rico rockt noch mit seiner Luftgitarre.
Ba-dA-da-dA-da-dA-da - "Angus!" Ich wecke mich damit selbst auf. Der Rosie-Reflex funktioniert. Ich kann also auch neben lauter AC/DC-Musik schlafen, wenn’s sein muss. Hoffentlich gewöhne ich mir das nicht an, sonst wird das beim Autofahren zum Problem. Was sagt das Zeiteisen? Halb drei. Einmal wache ich noch auf, irgendwo in Belgien, nur um festzustellen, dass es dort auch nicht spannender ist als woanders. Schließlich finde ich mich in Calais wieder, um 6 Uhr morgens. Stefan läuft mir über den Weg, er war die ganze Nacht weg, hat dem Busfahrer geholfen, wach zu bleiben. Dementsprechend ist er auch ziemlich im Arsch. (noch milde ausgedrückt) Mir geht es auch nicht besser, wir haben eine Uhrzeit, die ich sonst nur aus Erzählungen kenne, mein Magen klingt furchterregend, der Terminus "Kreislauf" bezieht sich ausschließlich auf die Schlurfrichtung. Morgenstund hat echt Scheiße im Mund. Bevor wir auf die Fähre nach Britannien dürfen, müssen wir durch die Passkontrolle. "U.K. Border Service". U.K.? Ist das nicht auf der anderen Seite von dem großen Wasser? Egal. Die Angst der Terroristen vor den Briten (oder war das umgekehrt? Ich bin noch nicht wach) kann der britischen Höflichkeit offenbar nichts anhaben, ich habe jedenfalls irgendeine angenehme Erinnerung daran. Keine Ahnung welche, der größte Teil von mir schläft noch.
Auf der Fähre nach Dover werde ich langsam wach. Ich beschaffe mir einen Toast und frühstücke erst einmal. Edgar, Hubert, Jürgen S. und ein paar andere diskutieren, dass Conehead nicht nach London fahren will, wegen irgendeiner blödsinnigen Bestimmung, nach der man Busse eine Woche vorher anmelden muss. Keine Ahnung wie das ausgegangen ist, jedenfalls sind wir um halb elf mit Bus in der Overhill Road. In kleinen Grüppchen pilgern wir dorthin, wo Bon vor 31 Jahren tot aufgefunden wurde. Die obligatorischen Fotos werden gemacht, die Fans trinken einen auf Bon. Edgar und Hubert haben extra Whiskey-Becher aus Plastik bedrucken lassen. Ein PKW bleibt stehen, der Fahrer kurbelt das Fenster runter. "Is this where Bon Scott died?" "Yes." "I saw him in '77." AC/DC Fans sind überall. "To Bon - We love you" hat jemand auf einen der Zaunpfähle geschrieben. Es ist kein schönes Gefühl dort. Dort hat es geendet, weil jemand zu blöd war, ihn aufzuwecken. Okay, freuen wir uns, dass es ihn gegeben hat. Cheers.
Auf nach Dundee. Viele Stunden und noch mehr Kilometer. Sorry, dort sind das ja Meilen. Die Fahrt ist ziemlich eintönig, wir passieren eine Menge Wegweiser, auf denen "The North" angeschrieben ist. Irgendwie einfallslos, aber wenigstens weiß man, wohin man fährt. Wieder komme ich mit altgedienten Fans ins Gespräch. Leute aus allen Bereichen des Lebens. Leute, die einander sonst nie kennen lernen, vielleicht gar nicht mögen würden, kein Gesprächsthema hätten. Auf dem gemeinsamen Nenner AC/DC funktioniert das aber ausgezeichnet. Ich weiß, für die meisten, die das lesen, ist das ein alter Hut, aber ich bin schließlich der Neue, mir darf so was noch extra auffallen. :-) Über die Bordlautsprecher gibt es noch ein Gustostückerl: Einen Mitschnitt der Promo-Radiosendung zur Bonfire-Box. Inklusive Werbespots. Ich erwäge kurz eine Karriere in der Air Force.
Achja, das Quiz! Ich erinnere mich nicht mehr genau, wann wir das Bon Scott Quiz ausgefüllt haben, das sich Edgar und Hubert ausgedacht haben, aber eine Frage war, in welchem Stadtteil die Overhill Road liegt, und die Antwort (Dulwich) stand auf einem Wegweiser, der mir in London aus irgendeinem Grund aufgefallen ist. Also muss es zwischen London und Dundee gewesen sein. Die Fragen haben es echt in sich gehabt, die Reißverschlüsse auf der Lederjacke sind ja inzwischen Legende. Vor den meisten Fragen bin ich wie der Ochs vor'm neuen Tor gestanden, aber dass ich sogar altgediente Fans immer wieder schnaufen gehört hab, hat mich dann doch ein bisschen beruhigt.
In Dundee erwartet uns das Hilton, die Kuverts mit den Schlüsselkarten sind vorbereitet, wir müssen wirklich nur noch auf's Zimmer. Ich teile es klarerweise mit Stefan. Wir gehen ohne lange zu fackeln schlafen. Ist es vor oder nach Mitternacht? Ich habe meine Uhr noch nicht auf Greenwich-Zeit umgestellt. Scheißegal, gute Nacht.
In der ersten Nacht in einem Hotel kann ich normalerweise nicht schlafen, da wälze ich mich herum, bis ich so irgendwie eindöse und ständig aufwache. Heute schlafe ich wie ein Stein. Stefan hat mir im Vorfeld angedroht, dass er schnarcht. Ich kann dazu bis heute nichts sagen. Von der Dusche im Hilton bin ich übrigens echt beeindruckt. Das Wasser ist und bleibt warm, der Duschkopf ist in Ordnung und der Duschvorhang wird nicht zudringlich sondern bleibt, wo er hingehört. Eine echte Seltenheit, auch bei vielen Sternen nicht so selbstverständlich wie man glauben möchte. Das Frühstück ist… naja… eben englisch. Der Kellner am Empfang hat seine liebe Not mit den vielen Deutschen, die das "Wait to be seated"-Schild einfach nicht bemerken wollen. Wozu denn auch? Der deutsche Sprachraum hat im Verlauf der Evolution herausbekommen, wie man seinen Arsch ohne fremde Hilfe auf einen Sessel pflanzt. Nach dem Frühstück sammeln wir uns auf der Terrasse. Manche werden noch fertig wach, andere zitieren schon "Werner - Beinhart". Wieder macht sich wegen dem Busunternehmen Unmut breit. "Nie wieder Bus" wird zur Devise. Ich überlege, ob Durchhalteparolen ("Kommt schon Leute, ein bisschen Kampfgeist!") die Moral heben könnten, bin mir aber sicher, dass das jetzt gar nicht gut kommt. Außerdem habt ihr ja recht.
Bis nach Kirriemuir ist es nicht mehr weit, eine Stunde, vielleicht ein bisschen mehr. Alti setzt sich neben mich, und erweist sich als großer Spaß. Unter anderem erzählt mir ein bisschen aus alten DDR-Zeiten. An so was kommt ein Österreicher normalerweise nicht so leicht. Danke, Alti, Du warst echt ein Hit!

Kirriemuir. Der Bus hält vor der Town Hall. Die Bevölkerung reagiert überwiegend positiv auf die "German Invasion". Autofahrer hupen und winken uns zu, wir grüßen freundlich = laut zurück. Es dauert keine fünf Minuten bis wir Bekannte vom Jürgen S. treffen, in deren Hotelzimmer Edgar und Hubert die große Kiste zwischenlagern können. Die, die schon einmal hier waren, lotsen uns zum "Gateway to the Glens Museum", dem winzigen Heimatmuseum des Ortes. Dort auf dem Platz fällt uns ein Schotte mit AC/DC Tätowierungen in die Hände. Im Handumdrehen hat er kein Leiberl mehr an und wird von oben bis unten abfotografiert. Ein professionell aussehender Fotograf macht Aufnahmen, er bekommt sogar ein Gruppenbild. Im Schlepptau hat er einen Reporter beim "Courier", der anfängt, mir Fragen zu stellen. Na super, warum gerade mir? Da sind eine Menge Leute, die das alles besser wissen. Ich tu mein Bestes und zu meiner Erleichterung ist Kaori bald zur Stelle und übernimmt den Kerl. Danke, Kaori!
Nicht weit vom Museum hat Bruce Walker (die heißen dort sogar wie der Whisky) sein Geschäft. Bruce ist Graveur und macht schöne AC/DC-Bon-Scott-Kirriemuir-Gravuren auf Whiskygläser. Er hat auch für den Platz vor seinem Geschäft die Gedenktafeln für die fünf großen Söhne des Ortes gemacht. Er ist so alt wie Bon und hat mit Bons Onkel in der gleichen Kapelle gespielt. Das alles verschafft ihm den Status eines Heiligen. Während er an Stefans Glas arbeitet, kommt Maggie rein. Sie ist auch Künstlerin und hat einmal was mit Malcolm gehabt. Später, in einem Pub lernen Stefan und ich den Pflasterer kennen, der die Gedenktafeln auf dem Platz verlegt hat. Und laut Hubert will die Hälfte der weiblichen Bevölkerung mit Bon geschlafen haben. Hubert bezweifelt, dass das alles immer stimmt, und wahrscheinlich hat er auch recht. Ich glaub es aber trotzdem, das ist so irgendwie schöner. Außerdem ist es Bon durchaus zuzutrauen. :-)
Während Bruce noch mit gravieren beschäftigt ist, schau ich mir die Bon Scott Ausstellung im Museum an. Ich bin beeindruckt. Ein Glaskasten voller Raritäten ist dort aufgestellt, und der Sammler, dem das alles gehört, Neil, ist auch persönlich anwesend. Stefan ist in seinem Element. Was uns natürlich besonders freut: Jürgen K's AC/DC-Germany Patch, den er bei seinem letzten Besuch hier abgegeben hat, liegt auch dabei, gleich neben den Flyern für Geiselwind 2011.
Danach geht es hinauf zu McGregors Land, wo Bon die ersten 6 Jahre seines Lebens verbracht hat. In der Zeit müssen sich wohl auch seine sexuellen Eskapaden mit der halben weiblichen Bevölkerung des Ortes abgespielt haben. Ihr könnt jetzt sagen was ihr wollt, ich will das so glauben. Ein paar von uns sind schon oben und warnen uns vor den Nachbarn, die lieber schimpfen anstatt Whiskey zu überhöhten Preisen auszuschenken. Wir lassen uns nicht abschrecken und machen unsere Fotos trotzdem.
Zurück beim Museum macht "The Steeds Original Fish & Chips" endlich auf, so etwas Ähnliches wie eine Fast Food Bude. Die Einheimischen schieben zwar Panik, dass die Germans den ganzen Fisch wegfuttern, es ist aber genug da für alle. Ich mag Fisch nicht, auch nicht, wenn es ein Nationalgericht ist, und nehme einen Burger. Vom Aussehen her war das der kriminellste Burger, den ich in meinem Leben in der Hand hatte (nicht einmal die selbst gemachten können da mithalten), aber geschmeckt hat er nicht schlecht.
Anschließend geht es natürlich ins Pub. Die Pubs sind heute musikalisch komplett auf AC/DC getrimmt, sowohl aus der Konserve als auch mit Live-Bands. Die Schotten sind kontaktfreudig, man kommt ständig mit jemandem ins Gespräch. Die meisten packen es nicht, dass wir tatsächlich 35 Stunden im Bus gesessen sind, sind aber dann schon stolz darauf, dass wir uns das wegen Kirriemuir und Bon Scott angetan haben. Ich genieße die Stimmung, dope mich mit ein paar Red Bull, freue mich, dass das Klo auch nach Stunden noch sauber ist und freu mich auf das Bons Balls Konzert. Irgendwann um Acht herum ist es dann soweit, die "Crazy Fucking Germans" pilgern zur Town Hall. Dort erreicht uns eine böse Neuigkeit: Frank P. ist im Krankenhaus in Dundee. Gerüchteweise irgendwas mit seinem Fuß. Olli ist bei ihm. Mist, ausgerechnet Frank.
Die Kartenkontrolle in der Town Hall ist ziemlich unbürokratisch. Es wird einfach nur der Kontrollstreifen abgerissen, es gibt keine Bändchen oder Stempel. Nur einen Security-Typen wie aus dem Biker-Bilderbuch. Wenn man dessen Volumen berechnen will, braucht man sich nicht um Länge, Tiefe und Höhe zu kümmern, man kommt mit dem Radius aus. Ich bin mir sicher, dass George Lucas während der Arbeit an Indiana Jones so einen Typen in Aktion erlebt hat und dadurch auf die Idee mit der Kugelfalle gekommen ist.
Wobei ich mir noch sicher bin: Einer der beschissensten Jobs dieser Welt ist "Vorgruppe". Man spielt vor einen Publikum, das man aus eigener Kraft nie bekommen würde, das jemand ganz anderen sehen will und das nur darauf wartet, dass man endlich aufhört. Ich finde das irgendwie… na ja… Aber was soll's, diese Vorgruppen sind ja auch selten gut. Die beiden in Kirriemuir waren keine Ausnahme, die haben eigentlich nur Krach gemacht. Die hat der Christoph draußen abgewartet, die waren dem Chris zu laut, ich bin ja schließlich nicht der Feind meiner Ohren. Und die Gesichter der Leute, die aus dem Saal kamen, gaben mir recht. Teilweise haben wir draußen am Gang gewartet, dann hat sich das Ganze in den Nebenraum mit der Bar und dem Merchandise-Stand (Bonfest 2011 Shirts) verlagert. Und wer hat die Shirts verkauft? Der Schotte, den wir am Hauptplatz ausgezogen haben. Hubert hat dort kurzerhand einen zweiten Stand mit den Bustour Shirts aufgebaut und die extra angefertigten Plakate an die Wand gehängt. Ähnlich wie im Pub haben wir viele Schotten kennen gelernt, mal sehen, wie viele davon nach Geiselwind kommen. Jedenfalls hatten alle ihren Spaß, besonders die weißhaarige Oma mit dem Lachen, für das man bei uns einen Waffenschein braucht (gell, Nicole?). Und irgendwann haben Bons Balls dann auch angefangen. Das Konzert hat mich dann für alles entschädigt, die Band war großartig, hat sich ins Zeug gelegt, Lautstärke hat gepasst, Publikum auch, alles in allem eine echt runde Sache. Da war es echt nicht schwer, seine Pflicht zu tun und ein klein wenig mit dem Kopf zu nicken. Oder auch ein bisschen mehr…

Setlist:
Rock'N'Roll Damnation
Live Wire
Shot Down In Flames
Hell Ain't A Bad Place To Be
Dirty Deeds
Bad Boy Boogie + Strip + Solo + Bonny
Sin City
What's Next To The Moon
Touch Too Much
Gone Shootin'
Up To My Neck In You
The Jack
Problem Child
If You Want Blood
Highway To Hell
High Voltage
Happy Birthday
Let There Be Rock
Whole Lotta Rosie
Rocker

Als Zugabe gab's dann noch It's A Long Way To The Top (komplett mit schottischen Pipers und Greetings an die "Crazy Fucking Germans"), angesagt von Jürgen S. und gesungen von Shorty, seines Zeichens ja Sänger bei "BON". Leider haben die Pipers Hubert nicht auf die Bühne gelassen, der extra Kilt und Dudelsack mitgebracht hat.
Nach dem Konzert dann das übliche: Verdammt bin ich heiser, scheiße, bin ich verschwitzt, wer bin ich, wo bin ich, und bloß nicht an morgen denken! Die Nackenmuskeln spielen als Zugabe das Lied vom Tod, aber ganz ehrlich: Wollte ich es anders haben? Nein!
Wir verabschieden uns von den Schotten und warten auf den Bus, der irgendwann um ein Uhr herum (laut meiner Uhr zumindest) auch daher kommt. Und zwar mit Frank und Olli. Die eigene Krankengeschichte soll jeder selbst erzählen, deshalb nur so viel: Frank ist in Dundee verarztet worden und die beiden haben den Bus wieder gefunden. Wir entern den Bus und los geht es Richtung Süden. Innerhalb kürzester Zeit werden alle von der Müdigkeit übermannt. Alle? Nein, ein Unbeugsamer hört nicht auf, der Müdigkeit Widerstand zu leisten und rockt mit seiner Luftgitarre den Mittelgang: Rico ist stinksauer, dass wir nicht noch bleiben, aber wir anderen können einfach nicht mehr, außerdem müssen die meisten am Montag wieder arbeiten. Irgendjemanden erinnert das Ganze an die alte Duracell-Werbung mit den Hasen. Rico, ich glaub, das könnt hängen bleiben… Ich brauche auch noch ein bisschen um vom Adrenalin und Red Bull runter zu kommen und versuche, Rico ein wenig zu beruhigen. Kaum eine Chance. Ich finde es trotzdem lustig. Irgendwann schlafe ich auch ein.

Britannien ist länger als man denkt, zum Glück verschlafen wir das meiste davon. Am Tag feiern wir Michaels Geburtstag. Er bekommt unter anderem ein rosa Kuschelkissen. Mit Nippeln.
Conehead schafft es, eine halbe Stunde zu spät in Dover zu sein, wir müssen also die nächste Fähre zwei Stunden später nehmen. Also ab zur Gastronomie. Was haben wir da? Einen Burger King und eine Noname-Kaffe-Brötchen-Bude. Also Noname. Die Brötchen sind echt gut.
Auf der Fähre gibt es dann endlich das komplette Gruppenbild. Schon interessant, wie wir das bis jetzt nicht geschafft haben. Ankunft in Calais um 17:00 Uhr. Ich hab meine Uhr immer noch nicht umgestellt, aber das hat sich ja jetzt erledigt, und wie man sieht, war's ja wurscht. Vielleicht wird Zeit ja generell überbewertet.
Irgendwo in Belgien gibt es die Auswertung vom Bon Scott Quiz. Ron McDonald hat die meisten Richtigen, ich hab es geschafft, mich mit gar nicht so schlechten 13 Punkten selbst zu überraschen. Aber ich geb's zu, die Anzahl der Reißverschlüsse hab ich erraten.
Um halb elf am Abend sind wir dann in Köln, wo gut die Hälfte aussteigt. Komisch, den Bus wieder einmal so leer zu sehen. Wegen der gesetzlichen Wasweißichwasfürzeiten wird Conehead wieder gegen Ali, unseren ersten Fahrer getauscht. Weiter über die Autobahn. Auf einem Parkplatz trifft er sich mit einem anderen Bus, es wird wieder ein Fahrer getauscht. Was führen die da auf? Na egal, Hauptsache wir kommen weiter. Um zwei Uhr in der Nacht beschließt Ali dann, Rast zu machen, und zwar eine größere. Während er und sein Kollege noch gemütlich Hauptgang essen (Wir wollen um zwei in der Nacht kein Mittagessen, wir wollen schnell eine Kleinigkeit einwerfen und weiter!), sammeln wir uns um einen Schaukasten mit Straßenkarte ("You are here") und trauen unseren Augen nicht. "Du, Ali, ich weiß, ich bin Österreicher, ich hab's nicht ganz so mit deutscher Geografie, aber wenn wir da (Köln) losgefahren sind, und da (Börde, Berlin) hin wollen, was machen wir dann hier (kurz vor Frankfurt)?" "Ja, das ist wegen dem Fahrerwechsel, das hat der Chef ja so mit euch ausgemacht!" Jetzt macht sich der Unmut sehr breit. Ich bin ja an sich ein eher nachsichtiger Mensch, was so Kleinigkeiten betrifft wie "Ich bin da falsch abgebogen, wir müssen ein paar Kilometer zurückfahren", aber da war's dann auch bei mir vorbei. Der hat echt Glück, dass wir ihn noch brauchen. Einige schlecht geschlafene Stunden später verlassen uns um sieben Uhr in Börde die Nächsten. Zwischen Ali, Edgar und ein paar anderen entbrennt eine - sagen wir einmal - "Diskussion" über die Vertragserfüllung des Reisebüros. Ich glaub, Ali fürchtet jetzt langsam um sein Leben. In Berlin beim Tegel lässt er uns zwei Österreicher und ein paar Berliner raus. Was dann mit ihm geschehen ist, weiß ich nicht. Ich kann nur hoffen, dass er überlebt hat, er hat sich ja zumindest bemüht.
Stefan und ich verabschieden uns vom Rest, dann checken wir das Gepäck ein. Unser Flieger geht um neun am Abend, so bleibt uns noch genug Zeit, uns Berlin anzusehen. Reichstag, Brandenburger Tor, Checkpoint Charlie, Mauer, das übliche. Mein Bruder, der derzeit in Berlin lebt, ist ein ausgezeichneter Fremdenführer. Stefan und ich stänkern uns bei jeder Gelegenheit wie ein altes Ehepaar an, irgendwie sind wir nicht mehr wirklich wir selbst. Zurück in Wien holt uns ein Freund vom Flughafen ab und bringt uns heim. Am Tag drauf telefoniere ich mit Stefan. Wir lassen uns scheiden, mögen uns aber noch. :-)

So, Herr Maurer, das war also deine erste große Ausfahrt mit den Fans. Trotz aller Härte was die praktischen Dinge betrifft: Ich würd's sofort noch einmal machen. (Lasst das bloß nicht meiner Frau lesen!) Danke an alle, die das möglich gemacht haben, vor allem Edgar und Hubert (G.O.T.M.).
Im Nachhinein betrachtet zergeht der Text von It's A Long Way noch einmal zwischen meinen Hirnwindungen und vergnügt sich dort mit meinen Erinnerungen:
Ridin' down the highway / Goin' to a show / Stop in all the by-ways / Playin' rock 'n' roll / Gettin' robbed / Gettin' stoned / Gettin' beat up / Broken boned / Gettin' had / Gettin' took / I tell you folks / It's harder than it looks / It's a long way…
Hotel, motel / Make you wanna cry / Lady do the hard sell / Know the reason why / Gettin' old / Gettin' grey / Gettin' ripped off / Under-paid / Gettin' sold / Second hand / That's how it goes / Playin' in a band / It's a long way…
Haben wir nicht genau das erlebt? Wir können von uns behaupten, in einem AC/DC Track drin gewesen zu sein. Schlecht?

In diesem Sinne: Ride On, wenn auch in nächster Zeit nicht mit dem Bus!
Salute Christoph

Fotos

Allgemeine Details:
Von Österreich nach Dundee 44h15min.
Von Dundee nach Kirriemuir 1h10min wegen Umleitung normal 0h45min.
Von Kirriemuir nach Österreich 48h00min.
2 Tage keine Dusche, 4 Tage kein richtiges Schlafen, Heiser, Husten, Ausschlag bis über die Knöchel.

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Thursday, 7/7/2011, 4am. The alarm clock is looking for trouble. Today it's in the wrong place, cause today it's Christmas. And Easter. Out of my lazy bed, shower, Stefan K. picks me up at 4.30. A friend gives us a lift to Vienna airport. God bless the Web Checkin, so that being there one hour before Take-Off is good enough. Security Check is interesting. I get rid of everything that could contain any metal (watch, mobile, belt,...) and pass the scanner. Beeep! WTF? The guy with the metal detector gets intimate, but does not find anything. Maybe he should have scanned my head, which is full of heavy metal. Stefan has bad luck, his gas lighter is being emptied.
7.30am, Berlin Tegel. Those moron luggage carriers broke one foot of my trolley. From now on I can hear Stefan at every stop where the trolley falls over: "Ooops, doesn't it stand anymore?" On our way through Berlins subway, that thing falls often. What a Waterloo. By the way: This mess with U1/U2/U12 is a real pain in the ass.
Somehow we make it to Alex, as the place is nicknamed by the locals. Meeting is scheduled at 2pm in front of the Park Inn. Where the fuck is a Park Inn? There's a fountain, a train station, a sky scaper, nothing that's calld Park Inn. Well, we've got time, rent a luggage locker at the train station and have a closer look around. Once around the Alexanderplatz and the sky scraper, no Park Inn. What is this? Stefan kicks me: "Look!" "Where?" I follow his looks to the top of the sky scraper: "Park Inn" Well, great! Really too big to find.
However, we've got 5 hours to go in Berlin. Off we go to the Hard Rock Cafe at Ku-Damm, there we worship the guitars and the U2-Trabi. No AC/DC stuff. Of course we had a Legendary Burger. Well, I had one, Stefan had half a burger. Back to Alex, it's about time now. In front of the Park Inn the first guys are already waiting. Well, Mr. Mason, that's it, 2010 in Geiselwind you were one of many, but the next 5 days you will be noticed. How will they react to the new guy? My concerns are waste. I am greeted as cordially as Stefan, just like I had always been there.
We are waiting for the bus in front of the Park Inn. More fans drop in, it's 2pm, 2.05, everyone's here, no bus. Edgar phones on his mobile, the bus is waiting somewhere else, but at least it's Alexanderplatz. Simple solution: we walk to the bus. After all the earlier discussions with the travel agency, this fits the picture quite well. We start 30 minutes late, an those shall not be the last. Bus driver Ali fights his way bravely through Berlin city traffic, but fails due to his navigation system and an ambulance. No problem, we have locals on board, with their help everything becomes well again and after some time and a nice trip over the Kurfürstendamm ("Look, Stefan, Hard Rock Cafe, we know this one!") we hit the freeway to the West. On two stops (one is Börde, I didn't get the other one's name) we pick up more fans and hitchhikers, and off we are for Cologne.
Mood on the bus is good, one AC/DC album (all naturally Bon Scott-era) after the other sounds from the not so good speakers. Once I'm not the only one knowing the lyrics of Big Balls, how great is that! But the Bus is quite a pain, the worst the travel agency could find. Nothing like the luxury liners from the webpage, no, an old bus, held togehter by good hope. The toilet cover (and I mean the cover of the whole thing, not the lid - you have to lock the door to switch on the light) can be removed by breathing out. I am sure, each and every one of us has kicked it off at least once. You could put the seats to a backwards position, but knowing what this means to the guy behind you, you just leave it. Nobody was really surprised, when the v-belt gave up. Driver Ali phones, it's decided that he shall go on, for a few hours that's possible without v-belt, but only by keeping electric consumption low. Too bad, air conditioning was the only thing that worked properly. The bus is getting hot. The driver says: "Try if the hatch can be opened!" We try, the hatch can be opened. But closing it is a problem, after all it is an emergeny exit. Three guys are now standing in the aisle holding the hatch cover, until Ali finds a parking spot and fixes the hatch, cursing and swearing. At least the air got better.
The mood isn't that good anymore when we arrive at a MAN garage  somewhere in the Ruhrpott. The bus gets a new v-belt, that takes some time. The driver is also replaced by his brother and the boss, Mr. Andreas Conehead. I will say nothing about Conehead loud and clear, i think that is better for everyone. At least his hair is like Chris Slade's, but that's it. As soon as the bus is repaired, we are off again, and with 2.5 hours delay we finally arrive half past midnight at Cologne near the railway station. Behind the station the dome rises into the sky. Same generation as our Vienna's Steffl, but with two complete towers. We have the same procedure as in Berlin, the fans are here, the bus elsewhere. Again the fans are walking and are greeted cordially and loud. This is one great family. Luggage to the bulk, fans to the bus, off we go through the night heading west. Mood is better again, with time it becomes quieter. Only Rico rocks with his air guitar.
Ba-dA-da-dA-da-dA-da - "Angus!" I wake myself with this one. The Rosie-reflexes are working fine. So I can sleep on loud AC/DC music if necessary. I hope I do not get used to this, it could become a problem driving. What does the watch tell us? Half past 2. Once again I wake up somewhere in Belgium, just to find, that there's nothing more interesting than anywhere else. Finally I find myself in Calais at 6am. Stefan drops by, he was gone all night, helping the driver staying awake. According to this he's quite wasted (mildly spoken, as he states). I do not feel any better, it is a time I know from stories only, my stomach frightens me, the term "circulation" refers only to my direction of trotting. Rise and shine? Fuck you! Before we may board the ferry to Britain, we have to get through customs. "U.K. Border Service". U.K.? Isn't that on the other side of this big water? Who cares. The terrorist's fear of Britains (or is it the other way round? I'm still not awake) obviously can't harm british politeness, however, I do have some nice memory of this. No idea what memory, most of me is still sleeping.
On the ferry to Dover I wake up slowly. I get me some toast and have breakfast. Edgar, Hubert, Jürgen S. and some others are discussing Conehead, who does not want to drive the bus through London, due to some silly regulation for buses to be cleared one week before arrival. No idea what came out of this, at last we stop at Overhill Road with the bus. In small groups we pilger to the place where Bon was found dead 31 years ago. The usual pictures are beeing taken, fans are having a drink on Bon. Edgar and Hubert have Whiskey cups printed. A car stops, the driver lowers the window: "Is this where Bon Scott died?" "Yes." "I saw him in '77." AC/DC fans are everywhere. Someone wrote "To Bon - We love you" on the fence. It's no good feeling there. There it all ended because someone was too stupid to wake him up. Okay, let's be glad that he was alive. Cheers.
To Dundee. Many hours, more kilometers. Sorry, it's miles over there. The trip is quite boring, we pass a lot of road signs with "The North" written on them. Somehow dull, but at least you know where you are going. I find myself talking to veteran fans. People from all parts of life. People who would not know each other on other circumstances, even not like each other, having nothing to talk about. But on common ground "AC/DC" it works just fine. I know, most of you know this for years, but hey, I'm the new guy, I may like this like something new. :-) The buses' speakers have one more special: a recording of the radio broadcast promoting the Bonfire box. Including ads. For a moment I think about an Air Force carreer.
Oh yes, the quiz! I do not remember exactly when we did Edgar and Hubert's Bon Scott Quiz, but one question was, in which part of London Overhill road is located, and the answer (Dulwich) was written on a road sign that popped to my attention somehow. So it must have been between London and Dundee. The Questions were quite tough, the number of the zippers on Bons leather jacket are already Legend. I had no idea on most of the questions, but hearing veteran fans moaning frequently gave me some peace of mind.
In Dundee, the Hilton awaits us, envelopes with the keycards are prepared, it's really just finding the room. Naturally my roommate is Stefan. We go to sleep right away. Is it before or after midnight? I still didn't change my watch to Greenwich mean time. But Who gives a shit? Good night.
Usually I can not sleep on my first night in a hotel, I keep turning over and over until I daze in somehow and keep waking up all the time. Today I sleep like a stone. Stefan warned me about his snoring. I can not tell anything about it. I am really impressed by Hilton's showers. Water is and stays warm, the shower head works fine, the curtain does not come on to me but stays where it belongs. A rarity, even among top hotels. Breakfast is... well... british. The waiter at the entrance has a hard time with those many Germans not wanting to notice the "Wait to be seated" sign. Why should they? During evolution, the German-speaking part of the world has found out how to plant you ass on a chair without help. After Breakfast we gather at the terrace. Some are still finishing waking up, others are in the middle of reciting "Werner - Beinhart" (a quite popular German movie). Again the travel agency raises bad mood. "Never ever on a bus again" becomes a slogan. I think about telling them to keep a stiff upper lip ("Come on, guys, show a little spirit!") to raise morale, but I'm sure that this would be a mistake. Besides, you guys are right.
It's not far to Kirriemuir, an hour, maybe a little more. Alti sits next to me and proves to be fun. Among other things, he tells me a little about old GDR times. You don't get to this easily being Austrian. Thanks, Alti, you were amazing!

Kirriemuir. The bus drops us off at town hall. The residents react mainly positively to the "German invasion". Drivers hoot and wink, we return the greetings politely = loud. Instantly we meet some acquaintances of Jürgen S. Edgar and Hubert can store the big box in their hotel room. The ones who already visited Kirriemuir, lead us to the "Gateway of the Glens Museum", the town's tiny local museum. On the place before it, a Scot with AC/DC tattoos falls in our hands. We rip off his shirt instantly, take pictures of him from head to toe. A professional looking photographer takes pictures, he even gets a group pic. His company is a reporter from the "Courier", who starts to ask me questions. To hell, why me? There are lots of people knowing better. I try my best, luckily Kaori comes and takes over. Thanks Kaori!
Not far from the museum Bruce Walker (them Scots have the same names as Whiskeys) has his store. Bruce is engraver and does beautiful AC/DC-Bon-Scott-Kirriemuir-engravings on Whiskey glasses. He also did the memorial plates on the place in front of his store for the five great sons of the town. He is Bon's age and played with his uncle in the local pipe band. All this makes him something like a saint. While he works on Stefan's glass, Maggie drops in. She's an artist, too and once had something with Malcolm. Later, in a pub, we meet the guy who bouldered the place with the memorial plates. According to Hubert, half of the female population claims to have slept with Bon. Hubert doubts that all of this is always entirely correct, and I suppose he may be right. I believe it anyway, somehow it's more beautiful this way. And you know Bon... :-)
While Bruce is still occupied with engraving, I visit the Bon Scott exhibition in the museum. I am impressed. A glass cupboard full of rarities, and the collector who owns all that, Neil, is here in person. Stephan is on cloud no. 9. What we are especially happy about: Jürgen K's AC/DC Germany patch he left on his last visit is also there, next to the flyers for Geiselwind 2011.
After this we move up to McGregor's Land, where Bon lived his first 6 years. That must have been the time when all those sexual escapades with half of the female population auf the town took place. Say what you like, I want to believe it that way! Some of us are already up there, they warn us of neighburs who prefer complaining before selling whiskey for high prices. We do not fear and take our pictures anyway.
Back at the museum, "The Steeds Original Fish & Chips" finally opens, something like a fast food joint. The locals panic that the Germans eat up all the fish, but there's enough for everyone. I do not like fish, even when it's a national special, I get a burger. This one looks criminal, the worst I've ever seen in my life (worse than even the self-made ones), but it tasted really fine.
Afterwards we go to a pub, of course. Today the music is all AC/DC, from CD as well as live bands. The Scots are very sociable, you get into talking all the time. Most of them can't belive that we really have been in a bus for 35 hours, but then again they are proud that we did it for Kirriemuir and Bon Scott. I get in the mood, dope myself with a few Red Bulls, like the toilet being tidy even after hours and am looking forward to the Bons Balls gig. At around eight the "Crazy fucking Germans" start moving to town hall. There bad news strike: Frank P. is in a hospital in Dundee, Olli is with him. Fuck, why Frank!
Cheking of the tickets in town hall lacks every bureaucracy. Only the tear-off is torn off, there's no bonds or stamps. Just a security guy from the biker's picture-book. If you want to calculate his volume, you don't need to bother about lenght, width and height, you just need the radius. I'm sure, George Lucas saw one of those in action while working on Indiana Jones. How else would he have come up with the rolling rock trap?
I'm sure about one other thing: one of the worst jobs in the world is "support act". You play an audience you wouldn't have on your own, but it's waiting for someone else and wants you to stop. I find this... well... but on the other hand, these support acts are hardly good, and the two in Kirriemuir were no exception, basically they made just noise. I waited outside for them to finish, they were just too loud, at the end I'm not the enemy of my ears. And the faces of the people coming out of the hall proved me right. First we waited outside in the corridor, then we moved to a side room with bar and merchandise (Bonfest 2011 shirts). And who sold those shirts? The very Scot we undressed in front of the museum. Hubert improvised another stand with the bustour shirts and hung the banners he made for the tour to the wall. Like in the pubs we made acquaintance with a lot of Scots, let's see how many of them will come to Geiselwind. Everyone had a good time, especially the white haired granny who needed a license for her laughing (Nicole, you remember?). And finally Bons Balls started. The concert compensated me for everything, the band was great, really tore a leg off, volume was right, audience, too, all in all a well done thing. It wasn't hard to do your duty and nod your head a bit. Or maybe a little bit more...

Setlist:
Rock'N'Roll Damnation
Live Wire
Shot Down In Flames
Hell Ain't A Bad Place To Be
Dirty Deeds
Bad Boy Boogie + Strip + Solo + Bonny
Sin City
What's Next To The Moon
Touch Too Much
Gone Shootin'
Up To My Neck In You
The Jack
Problem Child
If You Want Blood
Highway To Hell
High Voltage
Happy Birthday
Let There Be Rock
Whole Lotta Rosie
Rocker

As an encore they played It's A Long Way To The Top (complete with scottish pipers and greetings to the "Crazy Fucking Germans"), introduced by Jürgen S. and sung by Shorty, being singer of the tribute band "BON" himself. Sad thing: the pipers didn't allow Hubert on the stage, who brought kilt and bagpipe.
After the concert, the usual: Dammit, I'm croaky, shit, I'm sweating, who am I, where am I, and don't you dare thinking 'bout tomorrow. The neck muscles perform Death Rattle as encore, but being honest: Did I want it any other way? Nope.
We give a big goodbye to the Scots and wait for the bus that comes around at one o'clock (at least according to my watch), with Frank and Olli. One shall tell his own medical history by himself, just so much: Frank has been taken care in Dundee, then they found the bus. We board the bus, off we go heading south. All get tired almost instantly. All of us? Not really, one hardball does not surrender to sleep and rocks the aisle with his air guitar: Rico is mad because we don't stay, but the others are finished and most of us have to get back to work on Monday. Someone remembers the old Duracell advertisement with the rabbits. I think this could stick... I also need some time to get down from adrenaline and Red Bull and try to calm Rico down a bit. Almost no chance. Nevertheless, somehow it's fun. Finally I fall asleep, too.

Britain is longer than you think, fortunately we sleep most of it. During the day we celebrate Michael's birthday. Among other things he gets a pink cuddling cushion. With nipples.
Conehead manages to get to Dover half an hour late, so we have to take the next ferry two hours later. So, off to gastronomy. What do we have here? A Burger King and a noname coffe & cake. In that case noname. The sandwiches are very good.
On the ferry we finally take the complete group picture. Interesting, how we didn't manage to do this until now. Landing in Calais at 5pm. I still haven't changed my watch to Greenwich time, but that's obsolete now, and as you can see, no one cared. Maybe time itself is generally overrated.
Somewhere in Belgium we have the solution of the Bon Scott quiz. Ron McDonald knew most, I managed to surprise myself wit 13 points. But I admit, the Number of zippers were a lucky guess.
At half past 10 in the evening we arrive in Cologne, where about half of us gets off. Strange to see the bus half empty again. Due to some whatdoiknowaboutthis-driving-times defined by legal regulations, Conehead is replaced by Ali, our first driver. We proceed on the freeway. On a parking spot he meets with another bus, again a change of drivers. What are they doing? Well, who cares, as long as we keep going. At two o'clock in the morning, Ali decides to have a rest, a bigger one. While he and his colleague are having a nice main dish (We do not want a main dish at 2am, we want a quick snack and go on!), we gather around a window with a map ("You are here") and can't believe our eyes. "Hey, Ali, I know, I'm Austrian, I'm not that good with German geography, but when we left here (Cologne) and want to go there (Börde, Cologne), then what are we doing here (near Frankfurt)?" "Yes, that's for the drivers change, the boss arranged it with you that way." Now the mood gets very low. Usually I'm quite relaxed when it comes to stuff like "I took a wrong turn, we have to go back a few miles", but at this point it was end of the line. That guy is lucky that we need him. A few hours of bad sleep later another bunch leaves at 7am in Börde. Meanwhile some sort of "discussion" comes up between Ali, Edgar and some others, about - let's call it - fulfilling the treaty by the travel agency. I think, meanwhile Ali fears for his life. In Berlin at Tegel Airport he lets us Austrians and some of the Berliners out. I do not know what happened to him after this. I can only hope he survived, at least he did his best.
Stefan and me say goodbye to the others, then we check in our luggage. Our plane leaves at 9pm, so we have enough time for sightseeing. Reichstag, Brandenburg Gate, Checkpoint Charlie, The Wall, the usual. My Brother, who is living in Berlin, is a great tour guide. Stefan and me are hitting on each other like an old couple at every opportunity, we are not ourselves anymore. Back in Vienna, a friend picks us up at the airport and gets us home. The next day I phone Stefan. We are having a divorce, but we still like each other :-)

Well, Mr. Mason, that's been your first big trip with the fans. Despite all hardness regarding practical things: I would do it again without a second thought. (Don't let my wife read this!) Thanks to everyone who made this possible, especially Edgar and Hubert (G.O.T.M.).
In the rear view mirror, the lyrics of It's A Long Way melts into my brain, having a ball with my memories:
Ridin' down the highway / Goin' to a show / Stop in all the by-ways / Playin' rock 'n' roll / Gettin' robbed / Gettin' stoned / Gettin' beat up / Broken boned / Gettin' had / Gettin' took / I tell you folks / It's harder than it looks / It's a long way/
Hotel, motel / Make you wanna cry / Lady do the hard sell / Know the reason why / Gettin' old / Gettin' grey / Gettin' ripped off / Under-paid / Gettin' sold / Second hand / That's how it goes / Playin' in a band / It's a long way/
Haven't we experienced this to the letter? We can say, we have been inside an AC/DC Track. Bad thing?

So Ride on, even if not in a bus for some time!
Salute Christoph

Photos

General Details:
From Austria to Dundee 44h15min.
From Dundee to Kirriemuir 1h10min about route diversion 0h45min.
From Kirriemuir to Austria 48h00min.
2 days without shower, 4 days wrong sleep, hoarsseness, cough, rash till the ankle.

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